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Chefdirigent

© Marco Borggreve

Jan Willem de Vriend

Jan Willem de Vriend

„Ein Glücksfall aus den Niederlanden“

Jan Willem de Vriend ist Chefdirigent des Wiener KammerOrchesters, Principal Guest Conductor des Kyoto Symphony Orchestra und Artistic Partner des Bergen Philharmonic Orchestra. Er dirigiert regelmäßig Orchester wie das Belgian National Orchestra, die Frankfurter Radio-Sinfonie, das Melbourne Symphony Orchestra, die NDR Radiophilharmonie Hannover, das Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, das Orchestre National de Lyon, die Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Warschauer Philharmonieorchester und das Yomiuri Nippon Symphony Orchestra.

In der Spielzeit 2024/25 kehrt Jan Willem de Vriend unter anderem zum Musikkollegium Winterthur, zum Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, zu Stavanger Symphony, zur Stuttgarter Philharmonie, zum Rotterdam Philharmonic Orchestra, zu Trondheim Symphony und zum Tonhalle-Orchester Zürich zurück. Eine Konzertfassung von Lo Speziale (Regie: Eva Buchmann) führt ihn zum Ludwigsburger Schlossfestspiele. Neu erschienen sind außerdem drei Einspielungen: Mozart-Klavierkonzerte Nr. 20 & 12 (Dejan Lazić/Bergen Philharmonic Orchestra – Challenge Records), Schumann-Sinfonien Nr. 3 & 4 (Stavanger Symphony Orchestra – Challenge Records) sowie Emilie Mayer-Sinfonien Nr. 4 & 6 (NDR Radiophilharmonie – CPO).

Zuvor wirkte Jan Willem de Vriend als Chefdirigent des Residentie Orkest Den Haag und als Chefdirigent von Phion, Orkest van Gelderland & Overijssel. Außerdem war er Principal Guest Conductor beim Orchestre National de Lille, bei der Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, beim South Netherlands Philharmonic und bei der Stuttgarter Philharmonie.

Mit dem Netherlands Symphony Orchestra hat De Vriend zahlreiche Beethoven-Werke eingespielt, darunter alle Sinfonien und Konzerte (mit Solistinnen und Solisten wie Hannes Minnaar und Liza Ferschtman). Classic FM lobte die Siebte Sinfonie für ihre „funkelnde Atmosphäre, die die heitere Seite des Komponisten perfekt einfängt.“ Zu den Höhepunkten seiner Challenge-Records-Veröffentlichungen zählen außerdem die Gesamteinspielung der Mendelssohn-Sinfonien mit dem Netherlands Symphony Orchestra sowie die Schubert-Sinfonien mit dem Residentie Orkest.

Internationale Bekanntheit erlangte De Vriend als künstlerischer Leiter des Combattimento Consort Amsterdam, das er 1982 gründete und bis 2015 als Konzertmeister führte. Das Ensemble spezialisierte sich auf Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts, brachte viele selten gespielte Werke zurück und musiziert auf modernen Instrumenten in historisch informierter Spielweise. Das Gramophone Magazine würdigte die Musikerinnen und Musiker als „technisch ausgereift und aufmerksam für die Ausdrucksmöglichkeiten der Musik.“ Der kollaborative Geist des Ensembles prägt bis heute De Vriends Arbeit mit sinfonischem Repertoire – besonders bei Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Johann Strauß.

In der Oper arbeitete De Vriend mit dem Combattimento Consort Amsterdam unter anderem an Werken von Monteverdi, Haydn, Händel, Telemann und J. S. Bach (darunter szenische Fassungen der Jagd- und Kaffee-Kantate beim Leipziger Bachfest), jeweils in Regie von Eva Buchmann. Opern von Komponisten wie Mozart, Verdi und Cherubini prägten seine Spielzeiten mit dem Netherlands Symphony Orchestra; in der Schweiz gastierte er etwa mit Mozarts Don Giovanni und Rossinis La Gazzetta – erneut in Inszenierungen von Eva Buchmann. Außerdem leitete er Opernproduktionen in Amsterdam (Nederlandse Reisopera), Barcelona, Straßburg, Luzern, Schwetzingen und Bergen.

In den Niederlanden ist Jan Willem de Vriend durch zahlreiche Auftritte in Fernseh- und Hörfunkformaten einer breiten Öffentlichkeit vertraut. 2012 erhielt er vom niederländischen Sender NPO Radio 4 eine Auszeichnung für herausragende kreative Verdienste um die klassische Musik.